Redaktionelle Bearbeitung
Revisionen
Datum und Uhrzeit: 2026-10-05 21:47:56
Inhalt der Änderung
(5.10.2026 hwr) Ende September 2026 ist der zweite Teil der VG-Wort-Ausschüttungen 2026 erfolgt. Dabei wurden die Vergütungen an Urheber und Verlage in den Bereichen Metis (Texte im Internet) und Weitersendungen in Fernsehen und Hörfunk ausbezahlt. Im Juli 2026 war bereits der erste Teil der Ausschüttungen erfolgt.
Ausgeschüttet werden konnte 2026 (ohne die Zuführungen an Autorenversorgungswerk und Sozialfonds) insgesamt 33,1 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es für die reguläre und die Sonderausschüttung 36,6 Euro gewesen. Das ist ein Rückgang um zehn Prozent.
Die letztmalig erfolgte Sonderausschüttung beträgt 2,5 Euro, entsprechend 7,5 Prozent des METIS-Gesamtbudgets. Im Vorjahr waren es noch 2,7 Mio. Euro gewesen. Zur ebenfalls letztmalig erfolgten Sonderausschüttung gemeldet haben diesmal noch rund 17.800 Wahrnehmgungsberechtigte, knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Davon haben 1073, also sechs Prozent, die Kappungsgrenze erreicht und die vollen 816 Euro erhalten. Der überwiegende Teil davon waren nach Recherchen des Verwaltungsratsmitglieds Oliver Eberhardt Buchautorinnen und -autoren, die die Webseiten von Buchhandlungen melden, auf denen ihr E-Book zum Download bereitsteht.
Bei der Agenturausschüttung haben 2026 nur noch deutlich weniger Agenturtexte die Mindestzugriffe erreicht (68.000 nach 116.000), während die Zahl der Meldungen von rund 350.000 auf fast 400.000 stieg. Dadurch sank die Quote erheblich ab. Die Höhe der Agenturausschüttung wird automatisch aus der Zahl der Agenturtexte ohne Autoren-Nennung ermittelt, die die Mindestzugriffe erreicht haben. Das Geld wird dann auf die von den Agenturjournalisten gemeldeten Texte verteilt.
METIS ist mittlerweile der wichtigste Ausschüttungsbereich der VG Wort. 2025 war eine Reform des METIS-Systems beschlossen worden. Die aktuelle Ausschüttung erfolgt - letztmalig - nach dem alten System.
Wenn man sich die rückläufigen Zahlen anschaut, ist dabei zu beachten, dass in den vergangenen Jahren hohe Zusatzausschüttungen aus früheren Jahren enthalten waren. 48 Millionen Euro aus gewonnenen Rechsstreiten konnte die VG Wort von 2023 bis 2026 zusätzlich zu den laufenden Einnahmen im METIS-Bereich ausschütten. Ab 2027 werden die METIS-Ausschüttungen nur noch auf die laufenden Einnahmen aus der Kopiergeräte- und Soeichermedienabgabe sowie aus der Betreibervergütung zurückgreifen können.
Die wichtigsten Quoten:
- METIS reguläre Ausschüttung (nur Urheberanteil):
ohne Paywall: 12,55 € (2025: 13,81 €. 2024: 17,54 €)
hinterPaywall: 11,95 € (2025: 13,15 €. 2024: 16,70 €)
- METIS Agenturausschüttung: 3,09 € (2025: 4,53 €. 2024: 6,16 €)
- METIS Sonderausschüttung:
je 20 Texte: 8,50 € 2025: 9.50 €. (2024: 12 €); Kappungsgrenze: 816 € (2025: 912 €. 2024: 1152 €)
- Kabelweitersendung Fernsehen: 1,58 € für 100 Punkte (2025: 2,59 €. 2024: 3,70 €)
- Kabelweitersendung Hörfunk:
pro 100 Punkte 0,20 € (2025: 0,32 €. 2024: 0,46 €) plus
pro 10 Punkte 1,75 € (2025: 2,45 - 2024: 3,50 €)
Oliver Eberhardt hat auch Zahlen zur regulären Ausschüttung zusammengetragen: Danach stieg die Gesamtzahl der Texte mit Zählmarken in 2026 von 39 auf 45 Millionen Texte. Davon haben aber nur 1,7 Millionen Texte (das sind nicht mal vier Prozent) die Mindestzugriffe erreicht, und das sind sogar 30.000 weniger als im Vorjahr.
Umsetzung der METIS-Reform
Mit Spannung erwartet wurde die Simulation, wie die Ausschüttungen in 2026 ausgesehen hätten, wenn die METIS-Reform bereits umgesetzt worden wäre. Die künftige Kappungsgrenze (also der Maximalbetrag, den ein einzelner Autor aus METIS erhalten kann) hätte dann bei gut 23 000 € gelegen.
Für die neue Verbreitungsausschüttung hätten statt der 2,5 Millionen Euro Sonderausschüttungssumme 2026 auf der Urheberseite etwa 4,6 Mio Euro zur Verfügung gestanden, das entspricht 14 Prozent des Gesamtbudgets. Die Summe errechnet sich daraus, dass in der Verbreitungsausschüttung einmalig derselbe Betrag wie in der regulären Ausschüttung gezahlt wird. In diesem Jahr wären dies auf der Urheberseite 12,55 Euro für Texte ohne Paywall.
Bearbeitung: Hans Werner Rodrian
Datum und Uhrzeit: 2026-10-05 21:47:55
Inhalt der Änderung
(5.10.2026 hwr) Ende September 2026 ist der zweite Teil der VG-Wort-Ausschüttungen 2026 erfolgt. Dabei wurden die Vergütungen an Urheber und Verlage in den Bereichen Metis (Texte im Internet) und Weitersendungen in Fernsehen und Hörfunk ausbezahlt. Im Juli 2026 war bereits der erste Teil der Ausschüttungen erfolgt.
Ausgeschüttet werden konnte 2026 (ohne die Zuführungen an Autorenversorgungswerk und Sozialfonds) insgesamt 33,1 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es für die reguläre und die Sonderausschüttung 36,6 Euro gewesen. Das ist ein Rückgang um zehn Prozent.
Die letztmalig erfolgte Sonderausschüttung beträgt 2,5 Euro, entsprechend 7,5 Prozent des METIS-Gesamtbudgets. Im Vorjahr waren es noch 2,7 Mio. Euro gewesen. Zur ebenfalls letztmalig erfolgten Sonderausschüttung gemeldet haben diesmal noch rund 17.800 Wahrnehmgungsberechtigte, knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Davon haben 1073, also sechs Prozent, die Kappungsgrenze erreicht und die vollen 816 Euro erhalten. Der überwiegende Teil davon waren nach Recherchen des Verwaltungsratsmitglieds Oliver Eberhardt Buchautorinnen und -autoren, die die Webseiten von Buchhandlungen melden, auf denen ihr E-Book zum Download bereitsteht.
Bei der Agenturausschüttung haben 2026 nur noch deutlich weniger Agenturtexte die Mindestzugriffe erreicht (68.000 nach 116.000), während die Zahl der Meldungen von rund 350.000 auf fast 400.000 stieg. Dadurch sank die Quote erheblich ab. Die Höhe der Agenturausschüttung wird automatisch aus der Zahl der Agenturtexte ohne Autoren-Nennung ermittelt, die die Mindestzugriffe erreicht haben. Das Geld wird dann auf die von den Agenturjournalisten gemeldeten Texte verteilt.
METIS ist mittlerweile der wichtigste Ausschüttungsbereich der VG Wort. 2025 war eine Reform des METIS-Systems beschlossen worden. Die aktuelle Ausschüttung erfolgt - letztmalig - nach dem alten System.
Wenn man sich die rückläufigen Zahlen anschaut, ist dabei zu beachten, dass in den vergangenen Jahren hohe Zusatzausschüttungen aus früheren Jahren enthalten waren. 48 Millionen Euro aus gewonnenen Rechsstreiten konnte die VG Wort von 2023 bis 2026 zusätzlich zu den laufenden Einnahmen im METIS-Bereich ausschütten. Ab 2027 werden die METIS-Ausschüttungen nur noch auf die laufenden Einnahmen aus der Kopiergeräte- und Soeichermedienabgabe sowie aus der Betreibervergütung zurückgreifen können.
Die wichtigsten Quoten:
- METIS reguläre Ausschüttung (nur Urheberanteil):
ohne Paywall: 12,55 € (2025: 13,81 €. 2024: 17,54 €)
hinterPaywall: 11,95 € (2025: 13,15 €. 2024: 16,70 €)
- METIS Agenturausschüttung: 3,09 € (2025: 4,53 €. 2024: 6,16 €)
- METIS Sonderausschüttung:
je 20 Texte: 8,50 € 2025: 9.50 €. (2024: 12 €); Kappungsgrenze: 816 € (2025: 912 €. 2024: 1152 €)
- Kabelweitersendung Fernsehen: 1,58 € für 100 Punkte (2025: 2,59 €. 2024: 3,70 €)
- Kabelweitersendung Hörfunk:
pro 100 Punkte 0,20 € (2025: 0,32 €. 2024: 0,46 €) plus
pro 10 Punkte 1,75 € (2025: 2,45 - 2024: 3,50 €)
Oliver Eberhardt hat auch Zahlen zur regulären Ausschüttung zusammengetragen: Danach stieg die Gesamtzahl der Texte mit Zählmarken in 2026 von 39 auf 45 Millionen Texte. Davon haben aber nur 1,7 Millionen Texte (das sind nicht mal vier Prozent) die Mindestzugriffe erreicht, und das sind sogar 30.000 weniger als im Vorjahr.
Umsetzung der METIS-Reform
Mit Spannung erwartet wurde die Simulation, wie die Ausschüttungen in 2026 ausgesehen hätten, wenn die METIS-Reform bereits umgesetzt worden wäre. Die künftige Kappungsgrenze (also der Maximalbetrag, den ein einzelner Autor aus METIS erhalten kann) hätte dann bei gut 23 000 € gelegen.
Für die neue Verbreitungsausschüttung hätten statt der 2,5 Millionen Euro Sonderausschüttungssumme 2026 auf der Urheberseite etwa 4,6 Mio Euro zur Verfügung gestanden, das entspricht 14 Prozent des Gesamtbudgets. Die Summe errechnet sich daraus, dass in der Verbreitungsausschüttung einmalig derselbe Betrag wie in der regulären Ausschüttung gezahlt wird. In diesem Jahr wären dies auf der Urheberseite 12,55 Euro für Texte ohne Paywall.
