Irgendwie ist ja jeder Mensch eine Personal Brand. Und der erste Lesende der Lokalzeitung, der sich an deinen Namen von einem früheren Artikel erinnert, begreift dich von nun an als Marke. Denn die Marke ist die Summe der Kontakte mit dir und der Eindrücke, die andere von dir haben – vor allem auch die Summe von Gefühlen. Die Marke entsteht nicht erst, wenn du auf Social Media etwas postest. Und sie ist keineswegs zu verwechseln mit Selbstdarstellung und Eitelkeit.
Eigentlich geht es darum, wem die Konsumenten vertrauen. Das waren früher mal die traditionellen Medienmarken wie Stern, Spiegel, FAZ. Doch seit die an Bedeutung verlieren, gewinnt Personal Branding und der einzelne Journalist als Marke an Relevanz. Freie, die eine bedeutende eigene Followerschaft haben, können es sich am Ende aussuchen, ob sie die einem Medium zur Verfügung stellen oder lieber ins Selfpublishing wechseln.
Wenn du dich entscheidest, aus dir eine Personenmarke zu machen, dann sollte dir aber auch dieses klar sein: Wenn du deinen Text veröffentlicht hast, dann geht die Arbeit erst richtig weiter. Denn dann beginnt der Dialog mit dem Publikum.




