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Wie schreibe ich einen Businessplan?

Du hast eine Super-Geschäftsidee und willst andere, besonders Geldgeber, davon überzeugen? Dann brauchst du einen Businessplan. Die Agentur für Arbeit verlangt ihn für den Existenzgründerzuschuss, bei Banken bekommst du in der Regel ohne Businessplan keinen Kredit.
Aber selbst wenn du in der glücklichen Lage bist, ohne fremde Unterstützung finanziell ein wirklich großes Projekt stemmen zu können, macht ein Businessplan echt Sinn. Denn damit bekommen deine Ideen eine Struktur und bekommt dein Projekt einen Fahrplan.
Ach ja: Was ist ein Businessplan überhaupt? Du kannst für dich intern auch Unternehmenskonzept sagen oder Übersicht über meine geplante Unternehmung. Es geht darum, dass du deine Idee strukturiert einem anderen vorstellst.
→ siehe auch: Das solltest du bei einem Kredit beachten

Inhaltsverzeichnis

Wie sollte ein Businessplan aufgebaut sein?

Eine echte Formvorschrift gibt es dazu nicht. Oder um es mit Wikipedia zu sagen: Welche Kapitel oder Bestandteile ein Geschäftsplan exakt enthalten soll, hat bisher noch niemand eindeutig definiert. Es ist aber sicher keine schlechte Idee, sich am Leitfaden des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) dazu zu orientieren. Das tut auch dieser Beitrag.

Hier geht es zur Beispielgliederung für einen Businessplan in der Gründerplattform des BMWi: 

Der Businessplan besteht danach aus einem Textteil und einem Finanzteil.

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Der Textteil sollte diese Themen behandeln:

  1. Zusammenfassung
    Fasst alle folgenden Punkte von Geschäftsidee bis Finanzierung in einem knappen Abstract zusammen. Es muss gar nicht alles auftauchen. Das Entscheidende ist, dass ein Außenstehender daraus verstehen, was das vorgesehene Geschäft machen soll und warum es eine Chance bekommen sollte. Geh davon aus, dass viele gar nichts anderes lesen werden als die Zusammenfassung. Oder nach der Zusammenfassung entscheiden, ob sie weiterlesen.
  2. Geschäftsidee
    Was ist dein Angebot, was willst du verkaufen? Welchen Nutzen stiftest du damit? Und wo ist dein Alleinstellungsmerkmal? Das solltest du so knapp, aber auch so überzeugend wie möglich darstellen. Mach auch deutlich, dass deine Geschäftsidee technisch machbar ist und sich wirtschaftlich rechnet („Proof of Concept“).
  3. Profil der Gründerperson oder des Teams
    Das fällt vielen Gründern am schwersten: sich selbst (sehr) positiv zu beschreiben. Versuche es trotzdem: Warum bist du (und ggf. dein Team) dafür geeignet, die Geschäftsidee umzusetzen? Welche Werte prägen dich? Was hast du für Erfahrungen in fachlicher, kaufmännischer und sozialer Hinsicht, was hat dich zu der Geschäftsidee gebracht? Und was dir noch fehlt: Wie willst du es ergänzen?   
  4. Vertrieb und Wettbewerb
    Was ist deine Zielgruppe? Wie willst du deine Kunden bedienen? Wie schätzt du den Markt für deine Geschäftsidee ein? Wie ist der Wettbewerb, wer außer dir beackert den Markt, wie unterscheidest du dich von den Wettbewerbern? Und welche Marketingstrategie hast du? Vielleicht funktioniert dein Geschäft ja sogar bereits im Kleinen – hier ist der Platz, das deutlich zu machenund damit möglichen Utnerstützern Zuversicht zu geben. 
  5. Dein Unternehmen
    Hier wird es ganz praktisch: Wie soll dein Produkt (und im Journalismus meist: deine Dienstleistung) entstehen? Welche Arbeitsschritte, welche Kernaktivitäten gehören dazu? Wenn du das wichtig für deinen Erfolg einschätzt, dann geh auch auf die Verpackung, den Vertriebsweg oder den Service ein. Erkläre, ob und wie viele Mitarbeiter du eingeplant,. wo dein Büro sein wird. Und in welcheer Rechtsform du arbeiten willst. Hierher gehört auch die Risikoanalyse: Was könnte schiefgehen? Und wie wirst du darauf reagieren? 

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Der Finanzteil sollte diese Themen behandeln:

Ohne Geld geht nichts. Das Herzstück des Businessplans ist deshalb die Planung der Finanzen.

  • Wie hoch ist der Kapitalbedarf in der Gründungsphase?
  • Und aus welchen Geldquellen soll er finanziert werden?
  • Dazu solltest du einen Kapitalbedarfsplan für alle lang-, mittel- und kurzfristigen Investitionen, laufende Kosten in der Anlaufphase und alle Gründungskosten.
  • Mit welchen Umsätzen und Kosten ist in den nächsten drei Jahren zu rechnen?
  • Daraus ergibt sich der geplante Gewinn (Rentabilität) in diesem Zeitraum.
  • Zur besseren Übersicht erstellt man eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau für drei Jahre. Mit nachvollziehbaren Zahlen, versteht sich.
  • Das ist alles? Nein, du brauchst auch einen Liquiditätsplan. Dabei geht es darum, dass du deine Ausgaben zu jedem Zeitpunkt durch Einnahmen, Reserven oder Kredite decken kannst.
  • Warum drei Jahre? Das dritte Jahr ist erfahrungsgemäß oft kritisch. Häufig werden im zweiten Jahr erste Gewinne erwirtschaftet. Das bedeutet für das dritte Jahr: Steuern werden rückwirkend fällig. Und gleichzeitig stehen Steuervorauszahlungen an. Zusätzlich beginnt oft noch die Rückzahlung von Existenzgründungsdarlehen. Das erfordert eine hohe Liquidität. Vorausplanung ist also wichig. 

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